After being down for a while the blog is now back online. The server moved – as I did – to Munich. EOM for now – more real news later …
Die Deutsche Kinderhilfe plant eine offline Unterschriftenaktion für die Online-Zensur. Ja, wir erinnern uns, genau die Organisation, die “Unklarheiten bei Finanzstrukturen” und “enge Verbindungen zu einem Unternehmen” hat. Die WELT Online berichtete. Im krassen Gegensatz dazu sind Missbrauchsopfer selbst offenbar eher dagegen: “Missbrauchsopfer gegen Internetsperren” (MOGIS) und Trotz Allem e.V. (offener Brief). Es drängt sich sehr stark der Verdacht auf, dass die Deutsche Kinderhilfe nicht Lobby-Arbeit für Kinder macht, sondern mit.
Symptome behandeln anstatt Ursachen, und dabei getrieben von der Angst vor Neuem. Am besten noch ohne Sachverstand. Und bei jedem zweiten Gesetz muss das Grundgesetz geändert werden.
Zitat des Tages:
“[...] welche alltäglichen kleinen Probleme lösen große Denker schon?” - Eckart Voland in der SZ
Ich hab’ gerade den Artikel aus der aktuellen Zeit über Menschen mit dem Down-Syndrom gelesen. Sehr lesenswert. Wobei es mir gar nicht so sehr um die ethische Frage geht, ob man solche Föten abtreiben soll, auch wenn sie ja anscheinend mittlerweile eine sehr gute Chance haben, ein glückliches Leben zu führen; sondern darum, dass wir -die Gesellschaft- es offenbar doch (oft) ernst meinem mit dieser Menschenwürde und versuchen behinderten Menschen so gut wie möglich in das “normale” gesellschaftliche Leben zu integrieren. Pursuit of happiness für jeden, yay!
Es gibt sicher auch hier noch viel zu tun, aber gerade -mit dem Hinweis auf den TED Vortrag von Steven Pinker- finde ich es immer wichtig(er) zu betonen was auch gut läuft. Wenn man nur immer die negativen Dinge des Erden-Lebens in den Vordergrund stellt, dann bekommt man nur zu leicht den Eindruck es würde nur noch bergab gehen; Kultur-Pessimismus scheint auch immer in Mode zu sein. Und dies ist natürlich sicher sehr einfach in Zeiten der Finanzkrise*, amok-laufenden Schülern, einer total verkorksten Bildungsreform und anhaltenden Angriffen des Staates auf die freiheitlich demokratische Grundordnung im Namen der Terror-Bekāmpfung. Zu einfach. Denn Letzteres ist, meiner Meinung nach, eben gerade eine Konsequenz einer viel zu einseitigen Betrachtung.
Optimismus ist eben doch Pflicht und vielleicht muss man dazu doch nicht so blind sein wie oft behauptet.
* Ein Euphemismus für das Scheitern des ganzen kapitalistischen Systems? Discuss!
“Derzeit sind alle InfoGuide-Zugänge belegt.
Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. ()”
Der Kunde (Studiengebührenbezahler) als König …
… NOT!
Aus der Zeit-Online:
“Was in den beiden bisherigen Konjunkturprogrammen für die Forschungsorganisationen, die Schulen und Hochschulen vorgesehen ist, kommt allein Renovierungen und Baumaßnahmen zugute. Nicht ein neuer Lehrer oder Wissenschaftler darf mit diesem Geld bezahlt werden.”
Was soll man da noch sagen? Man rettet die Banken mit einem riesen Haufen Geld, allein 80 Milliarend an Kapitalbeteiligungen, und streicht dann, weil man bei 50 Milliarend Neuverschuldung un dem Druck der EU dann doch kalte Füße bekommt, gleich wieder ein drittel der für die Hochschulen vorgesehen Mittel. Mit dem Geld das übrig geblieben ist dürfen die Universitäten, nachdem sie sich mit den Schulen ordentlich darum gestritten haben, dann aber nur ihre Gebäude sanieren. Und von den Studiengebühren finanziert man nur Lehraufträge (und vielleicht Tiefgaragen wenn es keiner merkt).
*Hust* Habt ihr gut gemacht. *Klatsch* Echt super.
Die Konsequenz: “Braindrain“; mehr sog i ned.
[Passende Stelle des Wikipedia-Artikels: "Braindrain aus Deutschland in andere Länder mit besseren Arbeitsbedingungen (siehe Hochschulrahmengesetz) oder Forschungsbedingungen (siehe Stammzellforschung, Embryonenschutzgesetz)"]
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